1999 - Türkei-Griechenland

Im Frühjahr 1999 startete die größte Mopedreise in Richtung Türkei und Griechenland. Meine BMW R 1100 GS wurde per Luftfracht mit der LTU von Düsseldorf in die Türkei vorgeschickt, wir flogen mit Ögertours anschließend hinterher. Insgesamt 5 Wochen verbrachten wir in der Türkei an der Küste, im Taurus Gebirge, und der Pelepones. Die Rückfahrt mit der Fähre von Patras nach Venedig dauerte 3 Tage, danach gings nochmal durch die Alpen Richtung Heimat.
Das erste Bild zeigt die im Prospekt beschriebene Aluminium-Kiste, mit Bergungsgurten und stabilen Ösen zur Befestigung. In Düsseldorf lag leider nur eine Euro-Palette mit dünnen Bindfäden zur Befestigung der GS. Im Nachhinein hat trotzdem alles super gehalten, keine Kratzer. Im Zollgebäude in Antalya wurden insgesamt über 200 DM an Trinkgeldern verlangt.





Moped fahren in der Türkei ist ein Abenteuer für sich. Ungesicherte Brücken, 10 cm tiefe Fahrrillen, Schotterpisten als Hauptverkehrswege. Ansonsten wunderbare Landschaften. Am hintersten Zipfel unserer Reise trafen wir einen kleinen alten ca. 70 jährigen Türken der auf uns zukam. Er sei Achmet aus Duisburg, und fragte ob er helfen könne. Insgesamt haben wir nur positive Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Leuten in Städten und den Dörfern gemacht. Bei einigen wenigen Übernachtungen in den Hotels wurde das Motorrad bis in die Eingangshalle gefahren, und konnte dort abgeschlossen unter Beaufsichtigung in der Eingangshalle geparkt werden.





An jedem neuen Tag ergaben sich weitere Eindrücke, von der Landschaft und den Leuten her. Anbei Bilder von versunkenen Städten, die man in sogenannten Glasbooten von der Wasseroberfläche aus bestaunen konnte. Ein Tauchgang mit ersten Kontakt zu Muränen und Seegurken war ein weiteres Highlight.





Oft standen großartige Bauwerke und Theater mitten in der Landschaft, ohne Umzäunung ohne Eintritt. Ein Großteil der Gebäude war noch mit Sand zugeschüttet. EIn freundliches Schnabel-Treffen mit einem bayrischen BMW Fahrer mitten im Nirgendwo.





Eins der schönsten historischen Städte war Ephesus. Herausragend die noch aktiven Latrinen und das Portal der alten Bibliothek. In dem Amphitheater trat vor etlichen Jahren Sting von Police auf.





Vom Kuschadasi ging es dann auf die Inselwelt von Griechenland, angefangen mit Samos. Auf den Fähren immer enges Gedränge. Ein Bild zeigt eine Gruppe italienischer Motorradfahrer, mit dem wir eine längere Strecke zusammen fuhren.





Die Unterschiede zwischen den einzelnen kleinen Inseln und der Hauptstadt Athen waren riesig. Während man auf den Inseln im T-Shirt sich frei am Strand und den Schotterwegen bewegen konnte, trafen wir in Athen auf die größten Staus, wobei selbst die Verstopfung der A40 nur Kinderkram ist. Ein freundlicher griechischer Mopedfahrer lotzte uns geschickt vom Hafen direkt bis zur Acropolys. Mit Vollgas durch den Stau an wartenden und hupenden Autos vorbei.







Nach der Ankunft in Venedig ging die Reise vom Hafen direkt in die Alpen, wo wir die Kuh nochmal durch Serpentine scheuchen konnten. Auf der italienischen Seite machte es den Jugendlichen mit ihren 125er einen riesen Spaß, die schwere Kuh in allen Kurven zu jagen und anzuschieben. In den Dolormiten machte ich Bekanntschaft mit einem älteren Kraftfahrer der Wehrmacht, der mit seinem Gespann wohl schon 60 Jahre unterwegs war und dementsprechend gnadenlos fuhr.